
Von Stephan Rechlin
Gütersloh (WB). 25 Tage vor Eröffnung des neuen Theaters fliegen die Fetzen. Stadtbaurat Josef E. Löhr verkündet das Ende der »Theater-Lüge«, die Eintrittspreise werden noch einmal um 25 Prozent erhöht, der Programm-Etat gekappt, die Meisterkonzerte so gut wie abgeschafft.
Nach den gestern von Stadtbaurat Löhr im Kulturausschuss präsentierten Zahlen wird die Stadt das neue Theater für gerade mal 19,7 Millionen Euro bekommen - inklusive Umfeld, Straßenanpassung, Nahwärmeversorgung, Skylobby, Theater-Einrichtung und neuem Parkhaus. Nach dem Ratsbeschluss vom 25. April 2008 hätte das neue Theater auch 21,7 Millionen Euro kosten dürfen - ohne Zusatzkosten.
Die Sensation wird Löhr zufolge durch geringere Parkhaus-Kosten (1,9 statt 2,2 Millionen Euro), die sechs Millionen Euro hohe Spende des Theater-Fördervereins (darin ist die Fünf-Millionen-Euro-Spende von Bertelsmann und Miele enthalten) und durch einen Landeszuschuss von mindestens 875 000 Euro ermöglicht. Dieser Zuschuss könne übrigens noch höher ausfallen.
Kulturdezernent Andreas Kimpel forderte daraufhin unter dem Beifall der Fördervereins-Mitglieder im kleinen Saal der Stadthalle Neubau-Gegner Norbert Morkes (BfGT) auf, seine Behauptung von der Theater-Lüge öffentlich zurückzunehmen und seine Rücktrittsforderungen gegenüber den Dezernenten einzustellen. Morkes billigte zu, künftig nur noch von »Unwahrheiten« zu sprechen, was den Kulturdezernenten noch mehr in Rage brachte. Er kam jedoch nicht mehr dazu, seine erneute Aufforderung an Morkes mit handfesten juristischen Konsequenzen zu versehen, weil schon das nächste Unheil drohte.
Gegenüber CDU, Grünen und UWG zeigte Kimpel auf, was ihr Antrag auf eine Kürzung des städtischen Zuschusses um eine Million Euro bis zum Jahr 2014 für Theater und Stadthalle bedeuten würde. Der kulturpolitische Gau würde diesem Drehbuch zufolge unter anderem auf eine Kürzung des Marketing-Etats um 160 000 Euro hinauslaufen, auf Kürzungen im Programm-Etat um 290 000 Euro, darunter den vollständigen Verzicht auf Meisterkonzerte, auf den Abbau von zehn Stellen, darunter betriebsbedingte Kündigungen, und auf einen Verzicht auf Ausbildung. Die SPD hielt einen eigenen Antrag dagegen, wonach erst einmal nur 300 000 Euro zusätzlich einzusparen seien.
Einen heftigen Schlagabtausch und eine Sitzungsunterbrechung später einigte sich der Ausschuss auf die Einsparung von 755 000 Euro innerhalb von fünf Jahren. Die Eintrittspreise werden zur Spielzeit 2010/2011 um 25 Prozent erhöht. Der Kulturdezernent will prüfen, ob die Meisterkonzerte nicht doch noch zu retten sind.
17.02.2010
Verl/Rheda-Wiedenbrück (VD). Raimund Bertels hatte an einen Scherz geglaubt, als ihm am Sonntag vom Ergebnis seines SC Verl gegen den FC Gütersloh berichtet wurde. Mit einem 3:0-Testspielsieg gegen den SV Lippstadt machte der Fußball-Regionalligist die Schmach der 2:3-Pleite zum Teil wieder gut.
Harsewinkel-Marienfeld (dm). Mit Victoria Clarholz hat im Vorjahr eine heimische Mannschaft den Sprung in die Landesliga geschafft. Nun wird diese Rolle dem Nachbarn SW Marienfeld zugesprochen. Zu Recht?
Verl (WB). Den 31. Juli hat sich Guerino Capretti dick und rot im Kalender angestrichen. Eine Woche vor dem Meisterschaftsstart treffen der SC Verl und Preußen Münster im Westfalenpokalendspiel zur letzten Formüberprüfung aufeinander. Für »Rino«, wie er von allen genannt wird, kein Spiel wie jedes andere.
Gütersloh (WB). Die Meinung auf den Rängen war eindeutig. Der beste Spieler des Turniers in Rheda stand in den Reihen des FC Gütersloh. Raffaele Wiebusch, Neuzugang vom Delbrücker SC, überzeugte durch seine Torgefährlichkeit und ein wachsames Auge für die Mitspieler.
Rheda-Wiedenbrück (WB). Sammy Önen hatte den Finaltriumph für den FC Gütersloh auf dem Fuß. Doch der Stürmer schoss seinen Elfmeter an die Querlatte und überließ Sebastian Lange die Bühne des Helden beim 6. Radio-Gütersloh-Cup.
Marienfeld (WB). Dirk Homscheid und Christian Miele sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Bei der 16. Auflage des Dream Team Cups des TC Marienfeld verteidigte das an Position eins gesetzte Herrendoppel seinen Titelgewinn aus dem Vorjahr.
Marienfeld (WB). Aufatmen bei Organisator Jochen Bremshey. Sah es vor kurzem noch danach aus, als sollte der heute beginnende 16. Dream Team Cup beim TC Marienfeld von der Resonanz her zum großen Reinfall werden, so wurde das Tennis-Doppel-Turnier in der zurückliegenden Woche mit Anmeldungen förmlich überrollt.
Gütersloh (WB). Statt an das Tor zur 1. Bundesliga anzuklopfen ist die Herren-Clubmannschaft des Westfälischen Golf-Clubs Gütersloh nach zwei dramatischen Niederlagen im Stechen sogar in die Regionalliga abgestiegen. Auf dem anspruchsvollen 74er-Kurs des Golf-Clubs Bremen zur Vahr erlebte das Team ein Wochenende der Extreme.